Gedanken,  Life

Leben und leben lassen

Genau dieser Satz ist mir in Letzter Zeit sehr wichtig geworden.

Warum?

Ganz einfach, ich bekomme täglich gemeine Attacken gegen irgendwelche Menschen mit. Sei es gegen Menschen im Social-Media Bereich oder täglich in der Uni.

Dafür reichen schon Sätze wie „Was hat der denn schon wieder an?“ oder „Die bringt mich schon wieder zum Einschlafen.“

JA, ich rede auch so von anderen. Ich will mich da gar nicht rausnehmen, aber manche Sachen, kann man sich doch verkneifen.

Früher habe ich sehr viel über mein Aussehen, Auftreten und meine „Freunde“ nachgedacht.

Aussehen und Auftreten

Früher: Es war mir ungemein wichtig, was die anderen Menschen über mich dachten. Ich wollte immer dazu gehören oder halt nicht auffallen. Also zog ich relativ viel schwarze Sachen an und versuchte unsichtbar zu sein, denn dazu zugehören, war in der meisten Zeit in der Schule für mich einfach unmöglich.  Vor allem nachdem „Freunde“ an diese „beliebten“ Mitschüler gekettet haben und auf einmal stand man da allein. Ich weiß nicht, ob es Mobbing nennen kann, was da abgelaufen ist, aber es grenzte zum größten Teil daran. Ich wurde als letzte gewählt, dumm angeguckt, wenn man mit mir zusammen Arbeiten musste und ähnliches. Dies änderte sich erst, als ich die zehnte Klasse wiederholte und später in der Oberstufe war. Es war nicht mehr dieses alle gegen ein Gefühl.

Heute: Jetzt befinde ich mich in der Uni und mir fällt erst jetzt richtig auf, wie oberflächlich ich selbst und natürlich auch die anderen waren. Jetzt ist es super egal wie ich aussehe, was ich sage, wie ich handele. Natürlich gibt es ein Kopf schütteln oder einen komischen Kommentar, aber niemals in Richtung, die es während der Schule ging. Vielleicht nehme ich es einfach auch nicht mehr so wahr.

Jetzt werde ich komisch angeguckt, weil auf die Frage „Wie heißt du auf Instagram?“ die Antwort „Welchen Account willst du denn wissen?“ kommt. Am Anfang war dies echt komisch, aber ich wurde nie doof angeguckt oder musste mir dämliche Sprüche deshalb anhören. Es gehört einfach zu mir, dass mein Instagramaccount eine gewisse Reichweite hat.

„Freunde“

Warum die Anführungszeichen da sind?

Ganz einfach ich kann meine richtigen Freunde an zwei Händen abzählen und das ist vollkommen ok.

Früher: Ich habe Menschen als Freunde bezeichnet, die mich ausgenutzt haben, hinter meinem Rücken schlecht über mich geredet haben oder die einfach da waren, als ich jemanden brauchte.
Dies ging oft nach hinten los, vor allem, weil ich dazu gehören wollte. Ich habe anderen Sachen gegeben, die sie selbst einfach und schnell hätten erarbeiten sollen und auch können.

Heute: Ich weiß genau, auf wen ich zählen kann.  Vor allem nach meinem Auszug zu Hause wurde schnell klar, wer sich wirklich für mich interessiert und wer nicht. So kann ich meine richtigen Freunde an zwei Händen abzählen, alle anderen sind meistens dann eher gute Bekannte oder so ein Ding zwischen den Begriffen oder halt nur Menschen, die mir mal im Leben begegnetet sind. Und soll ich euch was sagen? Es ist gut und tut auch gut, dass man klare Grenzen zieht. Klar ist dies auch traurig, da es bedeutet Menschen aus seinem Leben ziehen zu lassen, aber ich will nicht jedem hinterherlaufen müssen. Dazu fehlt mir die Zeit und Energie, die ich lieber in andere Dinge stecke.

Was lernen wir darauf?

Scheiß auf die Meinung anderer, die kann dir wirklich egal sein, denn wichtig ist, dass DU glücklich mit dir selbst bist. Dies ist zwar ein langer und nerviger Prozess, aber wichtig. Ich bin so oft auf die Nase gefallen, aber ich bin immer wieder aufgestanden und mache ich jetzt mein Ding. Genau das tut mir gut und das solltet ihr auch tun. Lauft Menschen nur hinterher, wenn ihr wisst, sie würden es auch tun. Helft immer noch anderen, aber achtet darauf wie. Und am aller wichtigsten: Folgt euch selbst, bleibt euch treu, findet euren Rhythmus und euer Leben. Lebt nicht das Leben von jemand anderen, der ihr gar nicht seid, denn das bringt niemandem etwas.

Und versucht nicht immer über alle anderen zu urteilen, vor allem, wenn ihr diese Menschen nicht kennt.

xoxo

2 Comments

  • Jana

    Wahre Worte. „Leben und leben lassen“ ist ein Satz, den sich viele viel mehr zu Herzen nehmen sollten. Mir gehts da übrigens ähnlich wie dir. Sowohl was das Auftreten, als auch, was die Freunde angeht.

    Liebe Grüße
    Jana

  • Verena

    „Leb nicht das Leben von jemand anderem.“ Das stimmt durch und durch. Und auch das Leben und leben lassen unterstütze ich voll. Manchmal vielleicht mit etwas zu viel Gleichgültigkeit gegenüber anderen, aber es passt! 😉

    Liebe Grüße,
    Verena

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